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Lambdawertprobleme

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ChristianK
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Lambdawertprobleme

#1 Beitragvon ChristianK » Do Jun 11, 2015 5:47 pm

Aloha....

Ich habe ein Problem mit dem AFR. Bei dem alten Motor war alles tuti. Der Lambdawert wurde richtig angezeigt und Autotune hat Seinen Job nahezu perfekt gemacht.
Bei dem aktuellen Motor habe ich das Gefühl, dass der Lambdawert einzig im Stand richtig angezeigt wird. Da liegt er zwischen 14,2-14,4.

Unter Last habe ich sogar mit 13,0 auf der Anzeige noch magerruckeln und Magerknallen. Momentan zeigt der AFR knapp 9,6-11:1 an, ohne zu mager zu laufen.
Wird der Lambdawert durch UNVERBRANNTES Öl beeinflusst? Wenn ja, wie?
Wird der Lambdawert von der Ventilüberschneidung beeinflusst? Beim alten Motor war es eine 276er Welle. Momentan ist eine 320er mit entsprechendem Mehr an Überschneidung verbaut.

Einen kleinen Durchbruch, vom Auslass eines eines Zylinders in eine Ölrücklaufleitung zum Kurbelgehäuse. Wird behoben! Aber somit kamm halt unverbranntes Öl in den Auspuff.

Allerdings misst die Sonde doch den Restsauerstoffgehalt. Und so lange das Öl nicht verbrannt wurde, kann sich der Lambdawert doch eigentlich nicht ändern, oder?

Die Sonde hatte ich zuerst in Verdacht, da dass Auto ein halbes Jahr draussen stand, ohne bewegt zu werden. Aber nach tausch der Sonde hat sich leider nichts geändert.

Vielleicht weiß da jemand mehr und mag berichten....

Bastigb10
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Re: Lambdawertprobleme

#2 Beitragvon Bastigb10 » Do Jun 11, 2015 6:24 pm

Hallo Christian,

sowohl die Ventilüberschneidung als auch unverbranntes Öl können den gemessenen Lambdawert beiträchtigen.

- Ventilüberschneidung: 320° hört sich schon recht arg an. Hier kann es besonders bei niedrigen Drehzahlen dazu kommen, dass unverbranntes Gemisch während dem Ladungswechsel-OT direkt in den Auslass gespült wird. Normalerweise wird dann ein zu magerer Lambdawert angezeigt.
Ich könnte mir aber unter bestimmten Umständen auch vorstellen, dass das Gemisch (je nach Temperatur des Abgaskrümmers) auch verbrannt wird. Problem dabei: Der Kraftstoff der übergespült wird landet nicht im Zylinder und fehlt dort. Du musst dann entsprechend anfetten damit das Gemisch im Zylinder wieder stimmt.

- Unverbranntes Öl: Wird zum Teil verbrannt und verdampft und nimmt damit bei der Bildung des Lambdawerts (genau wie Kraftstoff) teil.
Die Lambdasonde "ermittelt" im Mageren den Sauerstoffgehalt (bzw. den Sauerstoffüberschuss). Im Fetten hingegen wird der fehlende Sauerstoff für eine Lambda = 1 Verbrennung "ermittelt".
Motoröl könnte man z.B. auch mit Diesel-Kraftstoff vergleichen. Bei Dieselmotoren gibt es zwar nur selten ein fettes Abgas (-> bei modernen Motoren mit Stickoxid-Katalysator), aber es ist möglich.

Das sind natürlich alles nur "Lari-Fari" Aussagen und nix konrektes. Aber die Abweichungen könnten damit erklärt werden, natürlich kann auch eine defekte Sonde an den Messwerten Schuld sein.

Gruß
Sebastian
Sebastian Knödler Technologie
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ChristianK
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Re: Lambdawertprobleme

#3 Beitragvon ChristianK » Do Jun 11, 2015 6:45 pm

Hallo Sebastian,

auf Dich hatte ich primär gesetzt!

Also der Erste Punkt ist dann die Beseitigung des Öl-Lecks.

320° ist arg. Allerdings mit diesen Kolben anscheinend sehr gut getroffen. Das Kompressionsniveau liegt auf Höhe der Serienkompression.

soll dies alles im umkerhschluss nun heißen, dass es durch die/den Überschneidung/Ladungswechsel nicht möglich ist, objetiv den Lambdawert anzeigen zu lassen? Somit kann ich das Kennfeld quasi einzig durch das Kerzenbild herausfahren?
Das würde aber stressig bei 256 anzufahrenden Punkten.... Geheiligt werden die Weber. :lol:

Wie machen es die Jungs im Rennsport, die ein wenig krassere Wellen fahren?

Wie gesagt, es kommt mir so vor, als wenn er im Stand (=untere Drehzahlen) relativ objektiv anzeigt.
Im Umkehrschluss bedeutet dies für mich, dass es in den oberen Drehzahlen, durch die bedeutend schnellere Strömung, zu einer Art Venturieffekt kommt, wodurch dann das deutliche Plus an gefördertem Öl in den Auslasskanal gesogen wird.

Das wäre vorerst für mich die plausibelste Erklärung.

Hast Du schonmal solche Nocken abgestimmt?

Bastigb10
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Re: Lambdawertprobleme

#4 Beitragvon Bastigb10 » Fr Jun 12, 2015 5:00 pm

Hallo Christian,

das Kerzenbild kannst du nur als Schätzung bzw. Vorab-Aussage verwenden. Und selbst das ist sehr unsicher. Mal davon abgesehen will ich nicht wissen, wie die Kerzengewinde nach 256 mal Ein- und Ausbauen ausschauen :mrgreen:

Die Probleme der Nocke sollten mit höher werdenden Drehzahlen eigentlich verschwinden, sonst wären die Überschneidungszeiten ja unsinn. Ich würde daher mit weiteren Spekulationen abwarten bis neue Messungen mit gefixtem Öl-Leck vorliegen.

Gruß
Sebastian
Sebastian Knödler Technologie
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Re: Lambdawertprobleme

#5 Beitragvon gravedigger » Fr Jun 19, 2015 6:14 am

sehe ich auch so.
wenn verfälschung des AFR wertes durch nocke, dann nur im unteren bereich.
fahre im käfer auch eine 316er nocke und die werte oben sind völlig normal, nur im leerlauf musste ich fetter werden. bei meinen zweitaktern mit spritze ist das ebenso der fall.
VW Käfer - TYP4 2.4l - MS2 V3Board - MS Extra 2.x Einzeldrosselklappen Alpha-N- Innovate LC1
Lambretta Li TS1 - 0.23l - Microsquirt V3 - MS Extra 3.3.2 - Alpha-N Knödler Lambda
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Re: Lambdawertprobleme

#6 Beitragvon turboinge09 » Di Jun 30, 2015 3:02 am

Haben beim kumpel sein 2.016v 12.5:1 mit 304 grad welle mit 5mm hub in ot ein ähnliches problem....

Meine idee war auspuff zuhalten und auf lambda schauen aber passierte nix.

Problem mit e85 nebelt der stark wenn der kalt is bei lambda 0.9 im standgas.

Hatten im winter kolben raus und alles gemessen.
ringstoß und kolben und bohrung maßlich top.
sind wiseco und haben auch erst 3000 weg.

Sollte man mit injektion timing eventuell erst einspritzen wenn der auslass wieder zu is um dort schon ein fehler zu vermeiden?
Zur zeit is untimed.

Spritverbrauch ist sehr hoch mit 20liter e85
2L 16v gt30@ 503ps
C22let umc2 gt35 4motion


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