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Vorstellung und Grundsatzfrage

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dreizwei
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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#46 Beitragvon dreizwei » Mi Mai 22, 2019 12:36 pm

chapy hat geschrieben:bei fullsequential gehört 1 squirt/cycle simulaneous hin.
Ok. Hab ich.


hast du den mapsensor angeschlossen ?
nein. Habe mir zwar ein "Sammelbehälter gebaut, aber da die MS im Innenraum sitzt, sind es für den Unterdruckschlauch 3 Meter und ich denke, dass der Weg zu lange ist. Mein Ziel war, so wenig wie möglich verwenden, damit ich nicht mit zu vielen Baustellen zu kämpfen habe. Wenn er erstmal läuft und ich mal TÜV und ein Kennzeichen habe, dann kann ich immer noch die eine oder andere Verbesserung machen. Hat auch den Vorteil, wenn ich die Basics irgendwann mal verstanden habe, ...


wenn ja,kannst auf initial map reading bei baro correction gehen.

wenn nein,dann mußt du auch bei den load parameters auf dont multiply map stellen,also alpha/n pure.
kannst aber dann den map sensor als permanenter barosensor nehmen.

Ok.

ich würde z.b. auf dont include afrtargets gehen,ist aber ansicht- und geschmacksache.
Mach ich.


general sensor settings zu beginn mal auf 50%.
Hab ich gemacht

bei den injector timing mit end of squirt,würde ich auf lobecenter einlasswelle gehen,flat über alle rpm und lastbereiche.
Hab mir einen Wolf gesucht, wo steht das???


dein ve lasteinteilung ist schlecht.

0-1-3-5-7-10-14-19-25-32-40-49-59-70-82-100 wäre besser.

Hab ich gemacht und neu einstellen lassen


afr einteilung.

0-2-5-9-14-20-27-36-47-60-75-100


Hab ich gemacht und neu einstellen lassen


reicht mal für den anfang.



Vielen Dank für die Tipps und ich hatte gedacht, dass ich schon was verstanden hätte. 8)
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chapy
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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#47 Beitragvon chapy » Mi Mai 22, 2019 4:39 pm

habe die mal ein wenig überarbeitet.
nur bei den map sensor settings,war ich mir nicht ganz sicher,ob es die richtigen einstellungen für a/n pure sind.
die ms wird aber meckern,wenn es die falschen sind.
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dreizwei
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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#48 Beitragvon dreizwei » Mi Mai 22, 2019 9:32 pm

vielen Dank!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Toll, das es Leute gibt, die sich so viel Arbeit machen.

Habe jetzt deine und meine offen und vergleiche alles. Werde versuchen deine Änderungen irgendwie durch nacharbeiten/lesen einigermaßen zu verstehen.

Die AFR Tabelle war vom Programm generiert. Die kam selbst mir etwas komisch vor.

Das mit der Baro Geschichte muss ich mir auch nochmal ansehen.

Werde dann mal alles so in die MS einspielen und die Sensoren kalibrieren. Hoffe, dass ich nächste Woche mal zum ersten Startversuch komme.

Viele Grüße
Timo

Cali-LET
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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#49 Beitragvon Cali-LET » Do Mai 23, 2019 8:34 am

Du wirst/muss den MAP sensor anschließen oder die MAPO Sensor kennlinie verbiegen. sosnt kann es dir passieren, dass der Enginestate nicht auf Idle geht.

Hab die Test MSQ mal offen. Die folgenden Zeilen sind eher als Jammern auf hohem Niveau anzusehen. Jeder macht das etwas anders.

-WUE Korrektur läuft bis 71.1° (finde ich etwas hoch)
-IGN Korreutre hingegen nur bis 15° Wassertemp
-Lambdacontroller ist unter volllast nicht aktiv?
-Lamba Zielkennfeld halt ich für zu fett im teillastbereich.
-VE und IGN Skalierung ist nicht identisch. Finde ich zum abstimmen deutlich schöner, wenn man im kennfeld dann ähnliche oder gleiche bereiche hat
-Bei a/n finde ich dass zu viel Zündung verschenkt wird. in der regel ist ab 50-60% die Drosselklappe eh voll auf.
-Bei der IGN Table ist rechts oben ein loch drin. 30% = 24° --> 55% = 19° --> 100% = 23°

Wie gesagt, das sind keine Punkte, wo man sagt "das läuft sonst nicht", sondern einfach keine Schönheitsdinger, die das Leben leichter machen
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dreizwei
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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#50 Beitragvon dreizwei » Do Mai 23, 2019 10:23 am

Cali-LET hat geschrieben:Du wirst/muss den MAP sensor anschließen oder die MAPO Sensor kennlinie verbiegen. sosnt kann es dir passieren, dass der Enginestate nicht auf Idle geht.

[color=#000000]Sorry, da kann ich gerade noch nicht folgen. Map werde ich auf jeden Fall vorerst noch nicht anschließen. Muss ich dann erst noch einen kaufen/nachrüsten (wenn überhaupt).

Hab die Test MSQ mal offen. Die folgenden Zeilen sind eher als Jammern auf hohem Niveau anzusehen. Jeder macht das etwas anders.

Natürlich. Viele Wege fürhren nach Rom.

-WUE Korrektur läuft bis 71.1° (finde ich etwas hoch)
-IGN Korreutre hingegen nur bis 15° Wassertemp

-Lambdacontroller ist unter volllast nicht aktiv?
Das ist so richtig. Bei Vollast ist Lambda raus.

-Lamba Zielkennfeld halt ich für zu fett im teillastbereich.
Mir persönlich ist etwas zu fett lieber, wie etwas zu mager.Ich habe ja noch einen 11er, der Mit einer serienmäßigen Motronik läuft. Der hat unter anderem von einem Tuner eine große Drosselklappe, ist auf Luftmassenmessung (statt Luftmengenmessung) umgebaut und hat von dem Tuner eine geändertes Kennfeld. Da habe ich ein Inovate zur Kontrolle drinn. Der ist immer recht fett. Bei Vollast immer 0,85. der Tuner sagte, dass die Luftgekühlten sowieso etwas fetter sein sollen.

-VE und IGN Skalierung ist nicht identisch. Finde ich zum abstimmen deutlich schöner, wenn man im kennfeld dann ähnliche oder gleiche bereiche hat
Seh ich mir nochmal an

-Bei a/n finde ich dass zu viel Zündung verschenkt wird. in der regel ist ab 50-60% die Drosselklappe eh voll auf.
[color=#000000]Ja, das ist meine größte Sorge. Da bin ich jetzt schon sehr lange am suchen. Das Problem ist, das der Motor (wie die Porsche Rennmotoren) auf echte Doppelzündung umgabaut ist. Das Problem ist, dass die Doppelzünder ja nur bei den 2Ventiler zum Einsatz kamen.Zu der Zeit gab es meist mechanische Verteiler mit HKZ und einer Zündspule. Die habe immer ca. 8 Grad weniger Zündung gefahren wie ein Motor mit einer Zündkerze. Ich habe eine Vollastkennlinie von einem 964/993, die als letzte 2Ventiler Doppelzündung in Serie hatten. Bei den Straßenautos gehen die nich über 23Grad und beim Cupmotor nicht über 25Grad. Das Kennfeld, was ich hier habe, ist aus einem Motor aus Amerika. Das Kennfeld wurde so auf einem Prüfstand eingefahren. Parallel habe ich die Aussage von einem Mann, der 11er in der Youngtimertrophy betreut hat. "Bei Doppelzünder hat alles über 26-27 Grad Zündwinkel nix verloren". Bei den Zündwinkeln habe ich schon echt respekt und muffe. [/color]

-Bei der IGN Table ist rechts oben ein loch drin. 30% = 24° --> 55% = 19° --> 100% = 23°
Danke für die Info, seh ich mir auch nochmal an.

Wie gesagt, das sind keine Punkte, wo man sagt "das läuft sonst nicht", sondern einfach keine Schönheitsdinger, die das Leben leichter machen

[/color]

Klar, fragst 3 kriegste 4 Antworten. Ich bin froh über jeden Tipp und auch dir nochmal Danke. Von der MS wollen viele nichts wissen. In der Oldtimer Scene muss ja alles historisch bleiben, da bezahlt man für einen alten Verteiler mit 12 abgängen mal ab 3000 aufwärts (nur Verteiler). In der Rallye Scene bei uns schwören alle auf Trijekt. Bei den Jungs ist die MS Teufelswerk, selbstgebastelter Kram. Ich finde sie eigentlich toll, habe nur leider hier vor Ort keinen Ansprechpartner.

Vielen Dank
Gruß Timo

Cali-LET
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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#51 Beitragvon Cali-LET » Do Mai 23, 2019 11:34 am

Wenn du eine MS3 benutzt, dann hast du engine states. Also das Steuergerät erkennt, in welchem Lastpunkt du bist. Beschleunigung, Verzögerung, full load, etc pp. Und unter anderem auch IDLE.
Je nach State kannst du unterschiedliche korrekturkennfelder anwerfen. Unter anderem auch die Idle advanced settings.

Nur dafür müssen zwei drei bedinugnen erfüllt sein, die du bei den engine states eingeben kannst. Und da ist unter anderem Der MAP Schwellwert. wenn du keinen MAP Sensor anschlißet, zeigt der jedoch Null an und den kannst du dann ja nicht unterschreiten. Daher nur - einfach mal im Hinterkopf halten - entweder anschließen oder MAP Sensor kennlinie verbiegen

EDIT:
Die quadtraische Skalierung der Laod achse, die du für das VE übernommen hast, ist übrigens sehr gut, die stelle ich auch immer so ein. Bei der IGN Table kannst du die auch nehmen.

Wie gesagt, alles geschmackssache. Einfach mal alles sakcen lassen, vergleichen und selbst bissl doktoren. Jeder hat ja irgendwo seine eigene Handschrift, dennoch laufen (fast) alles autos
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chapy
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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#52 Beitragvon chapy » Do Mai 23, 2019 12:34 pm

ich habe die msq mal nur grob angepasst.
mit den kaltstart-warmlaufparameter und einteilung muß man eh rausfinden,
welche stützstellen da bei einem luft-/ölgekühlten motor am sinnvollsten sind.
beim afr bleibt das "gebrannte kind" gerne auf der fetten seite.
mit etwas fettere abstimmung ist noch kein motor krepiert.
bei der zündung halte ichs halt immer nach dem motto : so viel wie nötig,so wenig wie möglich.

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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#53 Beitragvon dreizwei » Do Mai 23, 2019 8:52 pm

Super ihr zwei. Ich werde mal versuchen das alles zu verstehen und umzusetzen. Denke, dass er damit vermutlich anspringen wird.Das schwierige wird dann noch das Abstimmen. Wobei ich kein so pingeliger Mensch bin.

Und ja, ich mag es auch lieber etwas fetter. Ob der jetzt ein oder zwei Liter mehr braucht,...

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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#54 Beitragvon chapy » Fr Mai 24, 2019 4:45 pm

das ist ja erst mal eine grundbasis,damit das gröbste schon mal sinnvoll ausgewählt ist.
die anpassung der einteilungen in den tables kommt an xter stelle.
was cali-let geschrieben hat dazu,dem stimme ich zu.
das macht die tables übersichtlicher und besser zu vergleichen.
je nach anspruch gehen bis zum "perfekten"mapping noch sehr viele stunden und logfahrten ins land.
wobei es am anfang relativ in großen schritten vorran geht,danch folgen aber immer kleiner werdende schritte.
die gefühlten letzten 10% vom "perfekten" mapping dauern am längsten :mrgreen:

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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#55 Beitragvon dreizwei » Sa Mai 25, 2019 9:15 am

Klar, ist noch viel Arbeit. Vor allem, wenn man noch nicht so genau weiß, wie es richtig geht. Aber ich denke, dass auch die Anderen (KMS/Trijekt,...) auch nicht viel leichter sind. Ein bekannter von mir, war auf einem Workshop und hat mir berichtet, dass dieses System total einfach sein soll und er ist auch ein alter Haudegen, der sich eigentlich nur mit Vergaser und mech. Einspritzpumpen auskennt.
http://www.aki-electronic.de/kfz/einspr ... tzung.html

Der will in Zukunft vielleicht sogar diese Systeme in seiner Firma für Kunden verbauen. Ich glaube aber, dass er das alles mit der rosaroten Brille sieht. 8)

Welches System dahinter steckt, weiß ich aber auch nicht.

Wenn ich den Zündschlüssel gedreht habe, werde ich hier berichten.

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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#56 Beitragvon chapy » Mo Mai 27, 2019 4:15 pm

gekocht wird überall nur mit wasser :wink:
es passt jedem der schuh am besten,den er selbst eingelaufen hat :mrgreen:
meiner meinung nach,macht der aufbau und das layout der software einen riesen unterschied.
wenn ich mir mal zum vergleich das jetztiger design von tunerstudio und logviewer von jetzt und zu beginn betrachte :shock:

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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#57 Beitragvon Cali-LET » Mo Mai 27, 2019 4:48 pm

Kurz etwas Offtopic, aber es geht um die Basics.

Ich sehe das Problem eher darin, dass eben immer mehr Leute auf freie Spritzen umbauen - auch geschuldet an sogenannten P&P. Dann bissl tipp hier tipp da und dann meinen die (ohne jemanden persönlich anzusprechen), dass die sich nun "Tuner" schimpfen können.
Ich habe über all die Jahre extrem viele Steuerungen gemacht und bin jetzt an einem Punkt wo ich langsam glaube, dass ich verstanden habe wie ein Motor funktioniert und was die Regelalgorythmen machen bzw wie sie funktionieren.
Denn wenn man DAS versanden hat, dann ist es egal ob da eine KMS, ein Apexi, eine MS oder eine EMU dran hängt. Dann ist es wirklich so "Kannste eine kannste alle".

Der Motor an sich braucht nur Sprit und nen Funken, alles andere geht quasi von alleine. Nur eben WIE erfasse ich die Last, wann und wo zünde ich.
Wenn der Motor im Leerlauf 10° will, dann tippt man da 10° rein. Meinetwegen auch 5 oder 15, das wird schon laufen. und da isses egal wie die benutzeroberfläche aussieht. Manchmal muss man halt bissl suchen. Aber man hat die erfahrung, dass man einfach so ca 10° braucht. Keine 30, 40 oder 50....da läuft dann was schief.
Genau so wie die Einspritzdauer. Die wird im Leerlauf schon irgendwo bei zwei drei Millisekunden liegen, damit wird man ne Karre schon irgendwie anwerfen können.
Aber nicht so wie neulich mal nen Fall, der meinte sein STG sei defekt, weil der Motor immer absäuft. Falsch bedatet und zack...15 oder 20ms Einspirtzzeit beim starten. :lol:

Wie gesagt, für mich ist mittlerweile das VERSTEHEN wichtiger als das Auswendiglernen was irgendwo in einem Manual steht.
Wenn DAS sitzt, dann ist das abstimmen zum schluss echt nur noch eine Formsache.
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dreizwei
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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#58 Beitragvon dreizwei » Mo Mai 27, 2019 7:56 pm

Jep, da bin ich ganz bei euch. Ich tu mich schwer mit den ganzen Begriffen in englisch.

Habe anfangs das ganze Manual versucht zu verstehen. Trocken durchgelesen ohne am Laptop oder gar am Auto zu sein. Da hab ich das Gefühl, ich bin vollkommen blöde. Da bleibt nur die Hälfte hängen. (vielleicht bin ich ja auch blöde, soll aber niemand wissen :D )

Habe vor 30 Jahren mal KFZ gelernt, auch nachher noch den Meister gemacht. Habe dann hobbymäßig an dem alten Kram mit Kumpel geschraubt. VW/Audi 4 Zylinder (GTI/16V/Polo) im wesentlichen mit Weber Vergaser und max mit K-Jet für Slalom und Rallye. KE war verteufelt, hatte Stecker und Strom: TEUFELSZEUG :mrgreen:

War dann aber 20 Jahre komplett weg von Autos. Habe nur alte Motorräder restauriert, auch alles Hobby.

Ein wenig Grundwissen ist schon da, ...

Deswegen will ich ja auch das Ganze erst verstehen, bevor ich ans Eingemachte gehe. Das System so einfach und mit so wenig Bauteilen aufbauen wie nur möglich. Wenn es auch manchmal den Eindruck macht, dass ich ein fertiges File einspielen will und gut ist, so will ich schon wissen was da passiert. Mein Ziel ist, dass ich das irgendwann alles kann und nicht immer nur den Leuten auf den Keks gehe.

Die Hoffnung stirbt zu letzt 8)

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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#59 Beitragvon chapy » Di Mai 28, 2019 4:22 pm

Cali-LET hat geschrieben:Kurz etwas Offtopic, aber es geht um die Basics.

Ich sehe das Problem eher darin, dass eben immer mehr Leute auf freie Spritzen umbauen - auch geschuldet an sogenannten P&P. Dann bissl tipp hier tipp da und dann meinen die (ohne jemanden persönlich anzusprechen), dass die sich nun "Tuner" schimpfen können.
Ich habe über all die Jahre extrem viele Steuerungen gemacht und bin jetzt an einem Punkt wo ich langsam glaube, dass ich verstanden habe wie ein Motor funktioniert und was die Regelalgorythmen machen bzw wie sie funktionieren.
Denn wenn man DAS versanden hat, dann ist es egal ob da eine KMS, ein Apexi, eine MS oder eine EMU dran hängt. Dann ist es wirklich so "Kannste eine kannste alle".

Der Motor an sich braucht nur Sprit und nen Funken, alles andere geht quasi von alleine. Nur eben WIE erfasse ich die Last, wann und wo zünde ich.
Wenn der Motor im Leerlauf 10° will, dann tippt man da 10° rein. Meinetwegen auch 5 oder 15, das wird schon laufen. und da isses egal wie die benutzeroberfläche aussieht. Manchmal muss man halt bissl suchen. Aber man hat die erfahrung, dass man einfach so ca 10° braucht. Keine 30, 40 oder 50....da läuft dann was schief.
Genau so wie die Einspritzdauer. Die wird im Leerlauf schon irgendwo bei zwei drei Millisekunden liegen, damit wird man ne Karre schon irgendwie anwerfen können.
Aber nicht so wie neulich mal nen Fall, der meinte sein STG sei defekt, weil der Motor immer absäuft. Falsch bedatet und zack...15 oder 20ms Einspirtzzeit beim starten. :lol:

Wie gesagt, für mich ist mittlerweile das VERSTEHEN wichtiger als das Auswendiglernen was irgendwo in einem Manual steht.
Wenn DAS sitzt, dann ist das abstimmen zum schluss echt nur noch eine Formsache.

dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
ich bezog das mit mit dem layout und aufbau der software darauf,welche funktionen (parameter) wo hinterlegt sind.
deswegen finde ich es ganz gut,wenn man den alghoritmus verstanden hat,
nahezu alles von hand zu fuß mit papier,bleistift und taschenrechner selbst nachrechnen kann.

Cali-LET
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Re: Vorstellung und Grundsatzfrage

#60 Beitragvon Cali-LET » Mi Mai 29, 2019 7:21 am

An diesem Punkt bin ich in der Tat froh, dass ich mit nem alten Apexi Power FC angefangen habe. Kein VE Table, kein Autotune. Kennfeld waren direkte Einspritzuzeiten. Und wenn was nicht gepasst hat --> Lambda fehler mit Taschnrechner auf Kennfeld umrechnen. Ja, das war ne scheiß arbeit, aber etz im nachhinein hats doch geholfen. Denn seien wir ehrlich - und da zähle ich mich mit dazu - 90% macht doch eh autotune, wo wir danach sagen...ich bin mal abstimmen gewesen :lol: :lol:
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