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Flüssigkeit um Düsen zu testen

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Cali-LET
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Flüssigkeit um Düsen zu testen

#1 Beitragvon Cali-LET » Di Okt 31, 2017 10:38 am

Morgen zusammen. Wusst gerade nicht wo ich es hinpacken soll.

Kurzum. Ich werd über den Winter einen kleien Einspritzdüsenprüfstand bauen. Ermittelt werden soll.
- Totzeit in Abhängigkeit der Spannung
- Totzeit in Abhängigkleit des benzindrucks
- Spritzbild
- Durchflussrate in Abhängigkeit des benzindrucks
- ggf Lowpulse trims

So, nun habe ich aber weniger Lust, das alles mit Sprit zu machen. Fein zerstäubt und noch Strom...ich weiß nicht so recht.

Was könnte ich denn als alternative NICHTBRENNBARE Flüssigkeit verwenden. Die Düsen sollen dabei natürlich keinen Schaden nehmen. Ideen und/oder Anregungen?
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ChristianAllmann
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Re: Flüssigkeit um Düsen zu testen

#2 Beitragvon ChristianAllmann » Di Okt 31, 2017 1:19 pm

Cali-LET hat geschrieben:Morgen zusammen. Wusst gerade nicht wo ich es hinpacken soll.

Kurzum. Ich werd über den Winter einen kleien Einspritzdüsenprüfstand bauen. Ermittelt werden soll.
- Totzeit in Abhängigkeit der Spannung
- Totzeit in Abhängigkleit des benzindrucks
- Spritzbild
- Durchflussrate in Abhängigkeit des benzindrucks
- ggf Lowpulse trims

So, nun habe ich aber weniger Lust, das alles mit Sprit zu machen. Fein zerstäubt und noch Strom...ich weiß nicht so recht.

Was könnte ich denn als alternative NICHTBRENNBARE Flüssigkeit verwenden. Die Düsen sollen dabei natürlich keinen Schaden nehmen. Ideen und/oder Anregungen?


Ich finde die Idee super...

Aber ich glaube Spritzbild und Durchflussrate - bekommst nur wirklich mit Benzin hin.

Spontan würde mir nur Diesel einfallen, bekommst net ganz so schnell entzündet - da vll noch ein Öl drunter gemischt. Ich überlege mal weiter Cali-LET

Cali-LET
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Re: Flüssigkeit um Düsen zu testen

#3 Beitragvon Cali-LET » Mi Nov 01, 2017 9:22 am

Oah Diesel...meinst echt??
Des ist doch des Zeug was aufn Acker gehört
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Querstromkopf
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Re: Flüssigkeit um Düsen zu testen

#4 Beitragvon Querstromkopf » Mi Nov 01, 2017 11:47 am

diesel als medium eignet sich überhaupt nicht! die viskosität ist anders, es entsteht kein feiner spritznebel, sondern ein gebündelter strahl wie aus einem gartenschlauch. so einen teststand hatte ich auch mal aufgebaut und wunderte mich warum auch der dritte satz düsen in folge so bescheidenes spritzbild hatte. hatte dann mal benzin probiert und siehe da, alles düsen hatten wieder ein einwandfreies spritzbild!
als ersatz für benzin kommt eigentlich ein speziell für diesen zweck entwickelte testflüssigkeit, ich meine bosch hat da was im programm. war vor einigen jahren jedoch unbezahlbar. etwa um 200,-/liter.
ich hatte mit terpentin und terpentinersatz herumexperementiert, eine riesen sauerei und den gestank hast trotzdem :mrgreen:
handelsüblicher kraftstoff ist meiner meinung nach immer noch das beste für testzwecke, aber wie du schon erkannt hast, muss man sehr mit bedacht damit arbeiten, am besten im freien mit ordentlicher belüftung, funkenüberschlag vermeiden, alle elektrischen verbindungen abisolieren und auf gar keinen fall die düse nur durch das verbinden mit abisolierten kabeln ansteuern! ordentliche steuerleitung mit passendem stecker und extern liegender steuerung, dann geht sowas auch stressfrei bin benzin.
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Re: Flüssigkeit um Düsen zu testen

#5 Beitragvon Cali-LET » Mi Nov 01, 2017 11:55 am

Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste, da gebe ich dir vollkommen recht. Ich würde das auch alles sauber bauen, so ist es ja nicht. Aber eben genau der Unsicherheitsfaktor. So 2 Liter sind da ja schon in Umlauf und oftmals auch feinst zerstäubt. :roll:
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ChristianAllmann
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Re: Flüssigkeit um Düsen zu testen

#6 Beitragvon ChristianAllmann » Mi Nov 01, 2017 12:07 pm

Querstromkopf hat geschrieben:diesel als medium eignet sich überhaupt nicht! die viskosität ist anders, es entsteht kein feiner spritznebel, sondern ein gebündelter strahl wie aus einem gartenschlauch. so einen teststand hatte ich auch mal aufgebaut und wunderte mich warum auch der dritte satz düsen in folge so bescheidenes spritzbild hatte. hatte dann mal benzin probiert und siehe da, alles düsen hatten wieder ein einwandfreies spritzbild!
als ersatz für benzin kommt eigentlich ein speziell für diesen zweck entwickelte testflüssigkeit, ich meine bosch hat da was im programm. war vor einigen jahren jedoch unbezahlbar. etwa um 200,-/liter.
ich hatte mit terpentin und terpentinersatz herumexperementiert, eine riesen sauerei und den gestank hast trotzdem :mrgreen:
handelsüblicher kraftstoff ist meiner meinung nach immer noch das beste für testzwecke, aber wie du schon erkannt hast, muss man sehr mit bedacht damit arbeiten, am besten im freien mit ordentlicher belüftung, funkenüberschlag vermeiden, alle elektrischen verbindungen abisolieren und auf gar keinen fall die düse nur durch das verbinden mit abisolierten kabeln ansteuern! ordentliche steuerleitung mit passendem stecker und extern liegender steuerung, dann geht sowas auch stressfrei bin benzin.


Hallo Querstromkopf, genau - Diesel wäre für mich auch nur eine Alternative für den ersten Test. Da es in der Tat eine komplett andere Viskosität hat. Hatte ich auch oben geschrieben, dass es nur eingeschränkt funktioniert. Ich denke auch sehr sauberes arbeiten bei der Verkabelung, so wie ich Cali-Let persönlich kennengelernt hat passt das bei IHM und alles mehrfach abgeschottet - vll noch einen guten funkenfreien Dunstabzug eingebaut... dass der feine Nebel gleich ins freie geblasen wird, ohne die Messung zu beeinflussen.

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Re: Flüssigkeit um Düsen zu testen

#7 Beitragvon squenz » Mi Nov 01, 2017 12:11 pm

Man könnte testweise eventuell auch handelsübliches Kaminethanol E100 verwenden. Die Zündtemperatur liegt deutlich höher während die Geruchsbelästigung deutlich geringer ausfällt. Da seit dem Ende von E85 in Deutschland ja einige das Kaminethanol zum selber mischen verwenden, sollte das ja auch halbwegs realistische Ergebnisse liefern?

Viele Grüße

Markus
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Re: Flüssigkeit um Düsen zu testen

#8 Beitragvon ChristianK » Mi Nov 01, 2017 1:42 pm

Aus meinen Erfahrungen würde ich sagen, dass man immer genau das Medium nutzen muss, was hinterher auch verwendet werden soll.

Ich habe irgendwann einen der Sauger von SP auf 102 Oktan umgerüstet, weil ich für 98 oktan eine zu hohe Verdichtung zur Nockenwelle hatte. Somit musste ich eine aggresive MAT Zündrücknahme programmieren und lag nie am optimalen ZZP.
Dabei habe ich festgestellt, dass das Auto 2,0L weniger verbrauchte. Also von 12L auf 10L. Ohne am Reqfuel oder am Table rumzubasteln. Bei gleicher fahrweise. Digital...

Ich denke, dass sich die Viskosität sogar zwischen den einzelnen Spritsorten unterscheidet. Ich habe aber weder die deadtime, noch den Spritmenge pro Minute verglichen.
Es schien aber so, als wenn 102Oktan 'dicker' sei und daher in der gleichen Zeit weniger Sprit durch die Düsen ging. Die Lambdawerte vorher/nachher habe ich nicht mehr im Kopf.

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Re: Flüssigkeit um Düsen zu testen

#9 Beitragvon franksidebike » Mi Nov 01, 2017 2:12 pm

Cali-LET hat geschrieben:So 2 Liter sind da ja schon in Umlauf ................

bei meinen versuchen habe ich das mit einem nicht vollen 5l Kanister gemacht. bei der "geringen" menge hatte sich der Kraftstoff schon ordentlich erwärmt und die Messergebnisse verfälscht!
Frank


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